Reaktivierung Eifelquerbahn

Reaktivierung Eifelquerbahn

Projekt: Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn
Auftraggeber: Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur
Leistungszeitraum: 2013 - 2014
Leistungsbild: Gutachten zur Streckenreaktivierung
Neben Machbarkeitsstudien und Entwicklungskonzepten in der Schnittmenge von integrierter Mobilität und ländlicher Entwicklung erstellt das Büro StadtLandBahn auch Gutachten zur Reaktivierung von Bahnstrecken. Als Beispiel hierfür dient das jüngste Projekt, das Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn.

Die Eifelquerbahn (DB-Strecke 3005) sollte in ihrem damaligen nicht im regelmäßigen SPNV-bedienten Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Kaisersesch und Gerolstein für den Güterverkehr sowie für saisonale touristische Verkehre ertüchtigt werden. Die hierfür anfallenden Investitions-, Instandhaltungs- und Betriebskosten der Infrastruktur wurden in zwei Varianten für eine Betriebsdauer von zehn bzw. fünfzehn Jahren ermittelt.

Der untersuchte Streckenabschnitt ist rund 49,6 Kilometer lang. Er beginnt hinter dem Bahnhof Kaisersesch und endet vor dem Bahnhof Gerolstein. Die Strecke ist im betrachteten Abschnitt eingleisig und nicht elektrifiziert. Sie weist neben Kaisersesch und Gerolstein derzeit drei weitere Bahnhöfe und acht weitere Haltepunkte auf. Bei den Planungen und Berechnungen wurde die seinerzeit bestehende Eisenbahninfrastruktur (mit Streckenklasse CE und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h) sowie Kreuzungsmöglichkeiten in den Bahnhöfen Ulmen und Daun zugrunde gelegt. Bei der Befahrung wurden unter anderem Brücken, Stützbauwerke, Durchlässe, Bahnübergänge, der Schienenzustand und das Gleisbett eingehend untersucht und die Maßnahmen zur Reaktivierung in zwei Szenarien (10- und 15-jähriger Betrieb) kategorisiert und mit den entsprechenden Kosten hinterlegt.

Am 06.02.2014 wurde das Gutachten nach rund dreimonatiger, intensiver Bearbeitung an das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur übergeben.